Erich Fried: Bevor ich sterbe

Erich Fried

Bevor ich sterbe

Noch einmal sprechen
von der Wärme des Lebens
damit doch einige wissen:
Es ist nicht warm
aber es könnte warm sein.

Bevor ich sterbe
noch einmal sprechen
von Liebe
damit doch einige sagen:
Das gab es
das muss es geben.

Noch einmal sprechen
vom Glück der Hoffnung auf Glück
damit doch einige fragen:
Was war das
wann kommt es wieder?

(in: Erich Fried, Vorübungen für Wunder. Gedichte vom Zorn und von der Liebe, Berlin 1999, 28.)

 

Das Gedicht „Bevor ich sterbe“ von Erich Fried ist anrührend und für mich wunderbar. So drückt es die Hoffnung aus auf ein besseres Leben und erzählt davon, wie das Leben sein könnte. Und es zeigt mir, dass ich und Du jederzeit mein Leben ändern kann.

Warmherzigkeit der Menschen untereinander und füreinander, Liebe, auch wenn sie oft versteckt oder schwer zu finden ist und „Glück der Hoffnung auf Glück“ sind für mich erstrebenswerte Lebensziele, damit ich, wenn ich gehe, die Welt ein bisschen glücklicher gemacht habe. Es bewegt mich dazu bewegen, dass ich durch mein Handel Warmherzigkeit, Liebe und das Glück fördern kann und nicht nur warte, bis es von allein (wieder)kommt.

Vielleicht ist das eine Anregung für Dich bevor Du stirbst.

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