Umgang mit Kindern angesichts des Krieges in der Ukraine

Der Angriff Russlands gegen die Ukraine und der damit verbundene Krieg in Europa verängstigt nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche. Auch sie machen sich Sorgen und können die Geschehnisse nur schwer für sich einordnen. Mit dieser Infomail möchte ich Dir einige Tipps und Werkzeuge als Hilfe im pädagogischen Alltag an die Hand geben. Unten findest Du eine Liste empfehlenswerter Kinder- und Fachbücher.

Sechs Schritte des Umgangs mit Krisen

Wichtig ist, dass Fachkräfte diese Sorgen und Ängste wahrnehmen, jedoch nicht weiter dramatisieren. Vielmehr gilt es

  1. sich der eigenen (erwachsenen) Befürchtungen bewusst werden,
  2. den Kindern Gespräche zum Thema anbieten,
  3. altersangemessen reagieren,
  4. wirksam werden (z.B. demonstrieren oder kleinere Spenden organisieren etc.),
  5. Verbundenheit der besorgten Kinder untereinander schaffen („Du bist nicht allein!“),
  6. Resilienz stärken.

Unterstützen können auch Kinderbücher, um mit den Kindern ins Gespräch zu kommen und Gesprächsanlässe zu generieren. Folgende Bücher empfehle ich:

  • Gunilla Bergström, Angelika Kutsch (2009): Bist du feige, Willi Wiberg?, Oetinger Verlag.
  • David McKee (2011): Du hast angefangen – Nein du!, Sauerländer Verlag.
  • Louise Spilsbury (2019): Wie ist es, wenn es Krieg gibt?: Alles über Konflikte | Große Fragen kindgerecht erklärt, Gabriel Verlag.
  • Christiane Tilly, Anja Offermann (2017): Wasims Weste: Kindern Flucht und Trauma erklären, kids in BALANCE.
  • Timothée de Fombelle (2020): Rosalie – Als mein Vater im Krieg war, Gerstenberg Verlag.
  • Gunilla Bergström (2009): Hör zu, was ich erzähle, Willi Wiberg!, Oetinger Verlag.
  • Nikolai Popov (2015): Warum?, Minedition.

Für einen Einstieg in die pädagogisch-fachliche Auseinandersetzung empfehle ich folgende Artikel, Bücher und Videos:

Uns allen wünsche ich in dieser schwierigen Situation Kraft und Besonnenheit. Unsere Solidarität gilt allen von Krieg und Gewalt Betroffenen!

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